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Bienenupdate 01 – 2020

erste Erdbeere im Januar

Laut den Meteorologen ist dieser Januar 2020 wohl wieder zu warm. Von einem richtigen Winter hier am Bodensee fehlt noch jede Spur. Habe bereits schon die erste Freiland-Erdbeere bei mir am Haus gesichtet. Die ersten 16 Störche sind auch seit dem 8.12.2019 wieder im Land. In meinen Wetteraufzeichnungen, in Verbindung mit meiner Imkerei, gab es in den letzten Jahren immer wieder warme Januare mit kräftigem Bienenflug. Hier ein paar Beispiele: 29.1.2016 mit 12 Grad / 31.12.2017 mit 15 Grad / 5.1.2018 mit 11 Grad / 24.1.2019 mit 15 Grad. Auch dieses Jahr kletterte die Tempertaur an einem Tag bereits auf 12 Grad, was zu einem starken Bienenflug führte. Es ist davon auszugehen dass die Völker in der Brut sind. Durch die Bruttätigkeit steigt auch der Futterbedarf. Darum ist es jetzt wichtig den Futtervorrat in den Völkern im Auge zu behalten. Für Völker die im Frühjahr sterben, ist meistens nicht die Varroa die Ursache, sondern der Futterabriss. Bei einer längeren Kältephase wird die Wintertraube am Brutnest wieder enger und die Bienen erreichen die äussern Futterwaben nicht mehr. Sie verharren auf dem bereits vorhanden Brutnest. Laut Wetterprognosen ist aber kein Kälteeinbruch über einen längeren Zeitraum in Sicht.

  • Was gibt es momentan zu tun ?
  • Wichtig den Futterstatus der Völker kontrollieren.
  • Futtermenge durch anheben abschätzen oder etwas genauer mit der Kofferwaage ermitteln (vorne und hinten wiegen ist gleich Gesamtgewicht minus Beutengewicht gleich Futtervorrat).
  • Die Leichtgewichte (unter 5-7 kg) dokumentieren.
  • Unter Downloads findet ihr den Futterrechner 2020 als Excel-Datei oder im Stockkartentool "Meine Imkerei 2020".
  • zum Vergleich: Futtermenge momentan in meinen Völkern ca. 9-12 Kg)
  • Völker nicht ohne trifftigen Grund öffnen.
  • Völker mit der "Schlauchdurchsfluglochschiebundhörmethode" abhorchen ob sie noch leben. Leichtes klopfen gegen die Beute lässt das Volk kurz aufbrausen.
  • Länger anhaltendes "brausen" des Volkes könnte auf Weisellosigkeit hindeuten. Bitte dann noch nichts unternehmen bis zum zeitigen Frühjahr.
  • Tote Völker abräumen und Ursache ermitteln. Dazu können auch die Stockkarten von der letzten Saison helfen. Einwinterungsstärke, Fütterung, Varroabehandlung und deren Erfolg usw. müssten dort dokumentiert sein. Eventuell Vereinskollegen zu Rate ziehen.
  • Varroakontrolle mit dem Bodenschieber bringt sehr ungenaue Werte da durch Totenfall viel Varroen auf den Toten Bienen liegen bleiben.
  • Totenfall mit der Lampe durchs Flugloch kontrollieren und Flugloch frei machen falls nötig.
  • Wer seine Völker am Stand neu anordnen oder umstellen möchte, kann die Gelegenheit der fluglosen Zeit nutzen.

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