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Bienenupdate 01-2021

Winter Top ! Schnee Top ! der Futtervorrat Flop ???

Der Winter hat sich mit viel Schnee bemerkbar gemacht, doch durch steigende Temperaturen verschwindet die weisse Pracht so langsam wieder. Laut Wetterbericht gibt der Winter jedoch nicht so schnell auf es soll wieder kälter werden mit neuem Schneefall.

Gerätschaften pflegen, Mittelwände und Honigräume vorbereiten und die regelmässigen Standkontrollen bereiten wenig Arbeit. Wichtig ist jetzt die Futtermengen zu kontrollieren. Manche Völker pflegen schon ein kleines Brutnest. Der Futterverbrauch, durch die höhere Bruttemperatur von ca 35 Grad, lässt die Futtervoräte schwinden. Bei der Winterbehandlung letztes Jahr viel auf dass die Völker recht stark waren. Der Verbrauch von Futter betrug bei meinen Völkern in den letzten 4 Wochen (Messzeitraum) ca 3-4 Kg. In kleineren Völkern kann die Futterversorgung abbrechen, da die Völker eher auf der Brut sitzen bleiben. Bedingt durch die kalten Temperaturen und dem engen Sitz erreichen die Bienen die äusseren Futterrandwaben dann nur schwerlich.

Wie ist der Stand am Stand:

  • Abschätzen der Futtermenge im Volk durch wiegen mit der Kofferwaage vorne und hinten (Gesamtgewicht – Beutengewicht = Futtermenge)
  • Die Leichtgewichte (unter 5 kg) ermitteln und in der Stockkarte dokumentieren.
  • Unter Downloads findet ihr das Stockkarten-Tool "Meine Imkerei 2021" mit Futterrechner (in Excel).
  • zum Vergleich: Futtermenge momentan in meinen Völkern ca. 4 - 10 Kg
  • Notfütterung bei den Leichtgewichten wenn nötig durchführen.
  • Zum Nachfüttern eignet sich am besten eigener Honig oder Flüssigfutter im Zip-Beutel mit einigen winzigen Löchern oder Futterteig, direkt über dem Bienensitz.
  • Erschütterungen und Wabenziehen sollten vermieden werden.
  • Kurzes Öffen von oben zum Nachfüttern ist ok.
  • Völker mit der "Schlauchdurchsfluglochschiebundhörmethode" abhorchen ob sie noch leben. Leichtes klopfen gegen die Beute lässt das Volk kurz aufbrausen.
  • Länger anhaltendes "brausen" des Volkes könnte auf Weisellosigkeit hindeuten. Bitte dann noch nichts unternehmen bis zum Frühjahr.
  • Tote Völker abräumen und Ursache ermitteln. Dazu können auch die Stockkarten von der letzten Saison helfen. Einwinterungsstärke, Fütterung, Varroabehandlung und deren Erfolg usw. müssten dort dokumentiert sein. Eventuell Vereinskollegen zu Rate ziehen.
  • Leere Beuten deuten auf einen Varroaschaden hin. (die kranken Bienen sind abgeflogen)
  • Varroakontrolle mit dem Bodenschieber bringt sehr ungenaue Werte, da durch den Totenfall viel Varroen auf den toten Bienen liegen bleiben und nicht durchs Gitter fallen können.
  • Totenfall mit der Lampe durchs Flugloch kontrollieren und Flugloch frei machen falls nötig.
  • Nicht erschrecken wenn viele toten Bienen auf dem Gitterboden liegen, solange es noch brummt ist alles ok. (Totenfall im Winter ist normal)
  • Wer seine Völker am Stand neu anordnen oder umstellen möchte, kann die Gelegenheit in der fluglosen Zeit nutzen. Bitte aber erschütterungsarm arbeiten.

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