Springe zum Inhalt

Kontrolle des natürlichen Milbenfalls durch Gemülldiagnose

Wann?
1. Kontrolle im Juli, um den Befallsgrad des Volkes festzustellen
2. Kontrolle nach Abschluss der Sommerbehandlung (Ende
September), um den Behandlungserfolg zu überprüfen
3. Kontrolle im November, um den Befallsgrad des Volkes
festzustellen
4. Kontrolle im Februar, um den Behandlungserfolg der
Winterbehandlung zu überprüfen

So geht’s:
Varroa-Boden mit Öl getränkter Windel für 5 Tage unter das Bienenvolk schieben und alle gefallenen Milben zählen. Berechnung des Milbenfalls pro Tag = Gesamtzahl Milben / Tage
Beispiel: 20 Milben / 5 Tage = 4 Milben / Tag

  • Befallsgrad des Volkes / Schadschwelle und deren Bedeutung
  • Befallsgrad im Juli: 
  • weniger als  5 Milben / Keine unmittelbare Gefahr /  nach Trachtende behandeln.
  • mehr wie 5 – 10 Milben / Kritisch / Völker beobachen / nach Trachtende schnellstens behandeln.
  • mehr wie 10 Milben / sehr kritisch / Behandlung dringend erforderlich / lieber auf eine weitere Tracht verzichten um das Volk zu retten.
  • mehr wie 30 Milben / Schadschwelle ist überschritten, das Volk ist nicht mehr zu retten.
  • Befallsgrad im November:
  • mehr wie 1 Milbe / Winterbehandlung auf jeden Fall erforderlich

Gesamt-Milbenzahl im Volk
Pro am Tag gefallener Milbe kann mit 300 Milben im Volk gerechnet werden.
z.B. natürlicher Milbenfall pro Tag 10 Milben:   10 Milben x 300 = 3.000 Milben im Volk.
Nach einer Behandlung, erhöhter Milbenfall bis zu 2-3 Wochen. Daran kann die Wirkung gemessen werden. Es fallen hunderte von Milben.

"Varroaproblem" in der Beute und hinter der Beute?
Die Varroamilbe ist eine der Hauptursachen für die hohen Völkerverluste. Die Milbe schädigt die Brut und überträgt dabei Viren. (zB das Flügeldeformationsvirus) Die Völker werden geschwächt und überleben den Winter nicht. Die Behandlung ist die Grundlage für vitale Völker der kommenden Saison. Wir Imker sind hier gezwungen zu handeln, um die Verluste an Völkern zu reduzieren.

  • Hier ein paar allgemeine Grundregeln der Varroabekämpfung (Mittel unabhängig)
  • 1. Sich über Behandlungskonzepte und Behandlungsmethoden informieren.
  • 2. Varroabefall kontrollieren und dokumentieren.
  • 3. Varroa konsequent behandeln und somit Völkerverluste minimieren.
  • 4. Behandlungserfolg oder auch Misserfolg kontrollieren und dokumentieren.
  • 5. Bei Misserfolg sein Handeln reflektieren, hinterfragen und ändern. Je nach Zeitpunkt noch eine Notbehandung durchführen.
  • 6. Schulungen und Austausch in den Vereinen nutzen.

weitere Infos folgen

Wir haben Hunger,Hunger,Hunger, haben Hunger,Hunger ...

  • Nach Trachtende  Anfang bis Mitte Juli sollte abgeschleudert werden, da vermutlich keine Waldtracht zu erwarten ist.
  • Arbeitsschritte dann wie folgt:
  • → Abschleuderngeschleuderte Honigräume zum putzen kurz aufsetzen dann über die Bienenflucht abräumen → erste Futtergabe dann erste Varroabehandlung.
  • Erste Futtergabe mit 4-5 Kg Flüssigfutter oder 2-3 Kg Futterteig.
  • Wichtiger Unterschied zwischen "Füttern" und "Auffüttern"
  • "aufgefüttert" wird im Herbst (Wintervorrat)
  • "Füttern" ist nach Trachtende angesagt (täglicher Bedarf)
  • Richtiges Füttern bringt starke Wintervölker !
  • Hungernde Völker lösen Räuberei aus.
  • Durch zu viel und zu schnelles füttern wird das Brutnest eingeengt.
  • Königin braucht noch Platz zum Stiften.
  • Mit Futterteig und Zuckerwasser werden die Bienen länger beschäftigt und die Futteraufnahme geht langsamer voran. (wirkt brutfördernd)
  • Futtervorrat mit 8-10 Kg über den Sommer pro Volk konstant halten. Ableger entsprechend weniger.
  • Überwintern der Völker auf Waldhonig wäre schlecht.
  • Bei "Futtertaschen" im Volk muss die Beute zum Füttern geöffnet werden. Bilder zu Futtertaschen
  • Beim "Fütterer" (Futtergeschirr) von oben bleibt die Beute geschlossen (ist einfacher und sauberer).   Bilder zu Fütterer
  • Räuberei vermeiden durch sauberes Arbeiten am Bienenstand, und eher abends füttern.
  • Erfahrungsaustausch im Verein zumThema "Füttern" ist wichtig.

folgende Futterarten:

zu kaufen:

  • Apiinvert gibt es unter anderem bei Raiffeisen ZG (ca. 85 cent pro Kg)
  • Futter auf Stärkebasis in Singen bei Apinaut (ca. 58-64 cent pro Kg)
  • Futterteig Apifonda bei Raiffeisen und Apinaut (ca. 1,10 -1,25 pro Kg)

Nach der Saison ist vor der Saison,
              jetzt schon an die Saison 2019 denken.

  • Mit der Sommersonnenwende ist der Höhepunkt im Bienenvolk erreicht. (Volkstärke bei ca. 45000 - 50000 Bienen)
  • Die bisherige Honigernte 2018 war super
  • Die Schwarmstimmung lässt nach (trotzdem im Auge behalten)
  • Aktuell wird noch Honig eingetragen.
  • Nur soviele Honigräume belassen wie nötig (Rest abräumen).
  • Falls keine Waldtracht einsetzt, dann Mitte bis Ende Juli abschleudern. (sh Fachinfo 17)
  • Ablegerbildung für die Saison 2019 noch gut möglich.
  • Reservevölker sind wichtig um Winterverluste auszugleichen.
  • Ableger dünn füttern mit Zuckerwasser (2 ltr Wasser 1Kg Zucker)
  • Ableger mit Mittelwänden nach Bedarf erweitern
  • Ableger-Flugloch wegen der Gefahr von Räuberei eng halten.
  • Volkseigenschaften wie Ertrag, Sanftmut, Wabensitz, Brutumfang usw. erfassen.
  • Völker mit schlechten Eigenschaften zur Umweiselung vormerken.
  • Sich über gute Zuchtlinien informieren und eventuell Königinnen vorbestellen. ( Züchter im eigenen Verein fragen)
  • Jedoch ist es zu früh zur sicheren Umweiselung, da noch viele Drohnen im Volk sind.
  •  Wichtig: Varroareduzierung durch Drohnenrahmen schneiden.
  • Thema füttern und Varroabehandlung Info dazu später

James Bond empfiehlt:  "geschüttelt und nicht gerührt"
Wir Imker empfehlen: "gerührt und nicht geschüttelt"

Viele Imker sind vom "Schleudertauma" befallen

  • Honigräume sind gut gefüllt, gute Ernte erwartet.
  • Frühtracht-Honigernte ist im vollem Gange, die Schleudern laufen schon heiss.
  • Arbeitserleichterung durch Nutzung von Bienenfluchten (sh.Bienenupdate Nr 7).
  • vereinseigener Schleuderraum Infos unter Rubrik Schleuderraum (auch für Nichtmitglieder nutzbar).
  • Um festzustellen, welche Völker den höchsten Honigertrag erbracht haben, kann man die vollen Honigzargen vor und nach der Schleuderung wiegen. Das Gewicht kann dem jeweiligen Volk zugeordnet werden.
  • geschleuderte Honigräume wieder auf die Völker aufsetzen.
  • Bienen putzen und reparieren die leer geschleuderten Waben.
  • nicht alle Waben entnehmen, Sicherung der Futterversorgung bei schlechtem Wetter bzw. bei einer Trachtlücke muss sichergestellt sein.
  • Aus dem Brutraum keine Futterwaben entnehmen.
  • Die Bienenvölker haben derzeit große Brutnester zu pflegen und verbrauchen dabei im Durchschnitt 100 Gramm Futter pro Zarge und Tag.
  • Deckelwachs mit Hönigresten kann je nach Betriebsweise, über einen Fütterer, zum reinigen auf- oder untergesetzt werden.
  • Honig über das Grob- und Feinsieb nur in lebensmittelechte Behälter abfüllen.
  • weiterhin ist Schwarmzeit, Schwarmkotrollen durchführen

"volle Honig-Räume des Imkers tolle Honig-Träume"

  • Honigernte wann? Wann ist der richtige Zeitpunkt ?
  • Nur reifen Honig ernten / Bienen benötigen Zeit zur Trocknung des Honigs
  • Honigwaben sollten zu 2/3 verdeckelt sein
  • Wassergehalt prüfen mit Refraktometer (sh Rubrik Honig & Co)
  • Wassergehalt nach D.I.B unter 18%
  • Honigraum bienenfrei durch Nutzung der Bienenflucht
  • Bienenflucht am besten morgens untersetzen, wenn noch kein frischer Nektar eingetragen wurde (Dauer ca. 24-48 Std)
  • Film: Bienenflucht
  • geschleuderte Waben zeitnah wieder aufsetzen
  • Film: Honigernte Praxis (BeeTV84)
  • Film: Flüssiges Gold: Die Honigernte
  • Praktische Info zur Honigernte (Imkerpate)
  • Praktische Info zur Honigernte (Bienenhirte)
  • Anstehende Arbeiten im Mai:
  • Erster Honig schleudern (Frühtracht)
  • weiterhin konsequent Schwarmkontrolle durchführen
  • Ableger bilden und diese gegen Varroa behandeln
  • Drohnenrahmen schneiden zur Varro Reduzierung
  • Königinnenzucht nicht vergessen

Schwarmzeit bedeutet Arbeit für den Imker !

  • Was steht an Arbeiten an:
  • Honigräume nach und nach erweitern / Frühtracht läuft gut
  • alle 7 Tage Schwarmkontrolle durchführen
  • konsequent und gründlich alle Schwarmzellen brechen
  • Pollenwaben raus (wirkt schwarmdämfend)
  • Königin braucht Platz zum Stiften
  • der Betriebsweise entsprechend erweitern
  • Ableger bilden mit und ohne schröpfen der Völker (sh. Rubrik Bienenbeute & Co und Fachinfo 6)
  • Varroabehandlung der Ableger nicht vergessen
  • an Königinnenzucht denken
  • Drohnenrahmen schneiden zur Varro Reduzierung

Das "große Blühen" steht vor der Tür

  • Erste Massentrachten in Sicht: Kirsche, Löwenzahn, Ahorn
  • Frühlingswetter bleibt uns die nächsten Tage erhalten
  • überschüssige Futterwaben endgültig raus
  • trotzdem auf Futterreserve für Schlechtwetter-Periode achten
  • Völker kommen stark aus dem Winter
  • Drohnenrahmen ist schon ausgebaut und bestiftet
  • die ersten Drohnen sind auch schon unterwegs
  • Pollenbretter entfernen, minimiert die Schwarmstimmung /genügend Frisch-Pollen wird ja eingetragen
  • In den Honigräumen wird schon die erste Tracht eingelagert
  • weitere Honigräume geben (je nach Betriebsweise)
  • Milbenfall überprüfen durch Einlegen der Diagnosewindel für 3 Tage

Achtung Imker "wetzt die Stockmeisel" es geht bald los,

  • Vorfrühling mit 20 Grad ist im Anmarsch !
  • kurz zusammengefasst die Arbeiten zum Saisonstart
  • Erste große Durchsicht der Völker / nur bei warmen Wetter.
  • Brutnest und Volksstärke beurteilen und dokumentieren.
  • Totenfall-Diagnose  / Böden reinigen
  • kranke Völker entfernen.
  • Erste Varroakontrolle / Diagnosewindel für 3 Tage einlegen.
  • leere Futterwaben und verschimmelte Waben raus.
  • Völker einengen bzw. schon erweitern je nach Betriebsweise.
  • ca 5-6 Kg Futter im Volk belassen und kontrollieren.
  • Futterreste ausfressen lassen.
  • Drohnenrahmen kann schon gegeben werden.
  • Honigräume schon mal vorbereiten / es kann schnell losgehen.
  • schwache und weisellose Völker auflösen oder vereinigen.