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Vorfrühling am 16.Februar 2019

Hier am Bodensee haben die Völker, nach mehreren sonnigen Tagen die ersten Reinigungsflüge schon hinter sich. Es werden fleissig Pollen eingetragen, was bedeutet dass die Völker in der Brut sind. Die Völker kommen relativ stark aus dem Winter, somit ist die Futterversorgung der Völker zu kontrollieren. Von meinen 10 Völkern haben bis jetzt 9 Völker überlebt. Die Nächte sind noch sehr frostig und untertags liegt die Lufttemperatur zur Mittagszeit bei 8 - 10 Grad bei gefühlten 15 Grad in der Sonne. Die nächsten Tage werden noch ein wenig wärmer. Doch der Winter ist noch lange nicht vorbei.

Was ist zu tun am Bienenstand ????

  • Obwohl es in den Fingern zuckt, Ruhe bewahren und nicht schon zuviel an den Völkern rum hantieren.
  • Bei warmen Wetter kann man den Deckel schon mal kurz öffnen um, ohne die Waben zu ziehen, die Volkstärke zu prüfen.
  • Wichtig: die Futtermenge durch wiegen kontrollieren.
  • Völkerverluste im Frühjahr werden in der Regel durch verhungern verursacht.
  • Völker mit genügend Futterreserve nicht füttern.
  • Die Leichtgewichte unter 4-5 Kg sollten gefüttert werden..
  • Möglichkeit 1: leere Waben gegen Reservefutterwaben austauschen.
  • Möglichkeit 2: mit eigenem Honig zB. über Fütterer oder Futtertaschen oder mit Folie auf den Oberträger gelegt.
  • Möglichkeit 3: mit Flüssigfutter über Zipbeutel mit kleinen Löchern auf dem Oberträger platzieren oder über Futtertaschen.
  • Möglichkeit 4: Futterteig ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geeignet, damit haben die Bienen zu viel Arbeit und benötigen sehr viel Wasser zum auflösen.
  • siehe auch Bienenupdate Nr 1 von 2018
  • Durch die Notfütterung entsteht einen gewisse "Reizung" was zu erhöhter Bruttätigkeit führen kann.
  •  Viele Imker viele Meinungen zum "Bodenschieber rein oder raus"
  • Um den brütenden Völkern die Wärmeregulierung zu erleichtern, kann der Bodenschieber für eine bestimmte Zeit eingeschoben werden. Durch die erhöhte Bruttemperatur entsteht jedoch mehr Kondenswasser welches die Schimmelbildung mit eingelegtem Bodenschieber fördert.
  • Je nach Betriebsweise muss der Imker individuell entscheiden.

Der Winter ist endlich da, somit gibt es nicht viel zu tun. Gerätschaften pflegen, Mittelwände und Honigräume vorbereiten und die regelmässigen  Standkontrollen bereiten wenig Arbeit.

Wie ist der Stand am Stand:

  • Manche Völker könnten schon ein kleines Brutnest pflegen. Der Futterverbrauch, durch die höhere Bruttemperatur von ca 35 Grad, lässt den Futterverbrauch ansteigen,
  • Abschätzen der Futtermenge im Volk durch wiegen mit der Kofferwaage vorne und hinten (Gesamtgewicht – Beutengewicht = Futtermenge) Die Leichtgewichte (unter 5 kg) dokumentieren. Unter Imkerpraxis/Downloads findet ihr eine Stockkarte mit Futterrechner als Excel-Datei. ( zum Vergleich: Futtermenge momentan in meinen Völkern ca. 7-12 Kg)
  • Völker mit der "Schlauchdurchsfluglochschiebundhörmethode" abhorchen ob sie noch leben. Leichtes klopfen gegen die Beute lässt das Volk kurz aufbrausen.
  • Länger anhaltendes "brausen" des Volkes könnte auf Weisellosigkeit hindeuten. Bitte dann noch nichts unternehmen bis zum Frühjahr.
  • Tote Völker abräumen und Ursache ermitteln. Dazu können auch die Stockkarten von der letzten Saison helfen. Einwinterungsstärke, Fütterung, Varroabehandlung und deren Erfolg usw. müssten dort dokumentiert sein. Eventuell Vereinskollegen zu Rate ziehen.
  • Siehe auch Bienenupdate 23 von 2018