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???????????????   Winter schon in Sichtweite   ??????????????? 
Die Bienenmasse in den Völkern wird nach und nach merklich kleiner.
Völker bereiten sich schon auf den Winter vor und beginnen Winterbienen aufzuziehen. (Das Motto: "Klasse statt Masse") Der Futterverbrauch ist erhöht und kann durch die minimale Tracht aus der Natur nicht gedeckt werden.

Noch ist Sommer, was gehört zur Sommerpflege ?

  • Was ist nach der letzten Honigernte zu tun ?
  • Dann: leere Honigwaben zum ausputzen und reparieren kurz aufsetzen und wieder abräumen. Nur trockene Honigwaben gehören ins Wabenlager.
  • Dann: ca 4-5 Kg Flüssigfutter als erste Futtergabe. Hungernde Völker darf es nicht geben, sonst werden die Bienen "kriminell" und die Räuberei geht los.
  • Dann: An seinen Völkern den Varroabefall über eine Gemülldiagnose ermitteln. Wer das nicht tut, der imkert  "im Blindflug".
  • Dann: 1.Varroabehandlung unbedingt durchführen ! Derzeit scheint es, von Ausnahmen abgesehen, eher weniger Auffälligkeiten bezüglich des Varroabefalls in den Völkern zu geben. Jedoch bitte nicht als Entwarnung verstehen !
  • Dann: Völker weiterhin füttern und Futtermenge bei ca 8-10 Kg konstant halten damit der Brutraum nicht verhonigt. Die Königin braucht noch Platz zum Stiften um ein starkes Volk mit Winterbienen aufzubauen.
  • Dann: Futtermenge weiterhin, zB. durch wiegen, kontrollieren.
  • Dann: Bauerneuerung (Wabenhygiene) durch neue Mittelwände, dient zur Gesunderhaltung des Volkes. Solange der Futterstrom anhält, werden Mittelwände noch zügig und willig ausgebaut. "Denn neue Waben braucht das Volk"
  • Dann: Alte Waben mit Restfutter zum Ausfressen hinter das Schied oder in einer Leerzarge über das Volk hängen. Das Restfutter wird dann umgetragen und brutnah gelagert.
  • Dann: Alte und dunkle Brutwaben im Sonnenwachsschmelzer zeitnah einschmelzen. Die Wachsmotten sind sonst schneller als man denkt.
  • Dann: letzte Möglichkeiten nutzen, für Ablegerbildung und deren Pflege. Reservevölker mit Ersatzköniginnen oder als Ersatz für Winterverluste sind wichtig.
  • Dann: Drohnenramen herausnehmen falls nicht mit Brut belegt.
  • Dann: ans umweiseln denken. Ein "Regierungswechsel" kann dem Volk gut tun. Dazu die "Stockkarten" auswerten und die Volkseigenschaften ermitteln wie, Ertrag, Sanftmut, Schwarmträgheit, Wabensitz, Fruchtbarkeit usw. Ein Volk mit einer sehr guten Königin muss nicht zwingend umgeweiselt werden.

Weitere Infos findet ihr in den Fachinfos den Bienenupdates und unter der Rubrik "Imkerpraxis" auf dieser Homepage.

 

Wie wird denn das Varroa-Wetter ?

Für die Varroabehandlung mit Ameisensäure & Co sollte man das Wetter (Temperatur) im Auge behalten. Die Seite Varroawetter dient als  Beurteilungs- und Planungshilfe für Varroazid-Anwendungen. Einfach die Postleitzahl eingeben und den Ort auswählen. Die Seite ist selbsterklärend. Der Seitenaufbau kommt etwas verzögert. Bei der Nutzung von syntetischen Varroamitteln spielt das Wetter keine Rolle.

Möchte noch auf die Links in der Rubrik Imkerpraxis / Varroa & Coaufmerksam machen, mit Infos und Hilfen zur Varroabehandlung.

Kontrolle des natürlichen Milbenfalls durch Gemülldiagnose

Wann?
1. Kontrolle im Juli, um den Befallsgrad des Volkes festzustellen
2. Kontrolle nach Abschluss der Sommerbehandlung (Ende
September), um den Behandlungserfolg zu überprüfen
3. Kontrolle im November, um den Befallsgrad des Volkes
festzustellen
4. Kontrolle im Februar, um den Behandlungserfolg der
Winterbehandlung zu überprüfen

So geht’s:
Varroa-Boden mit Öl getränkter Windel für 5 Tage unter das Bienenvolk schieben und alle gefallenen Milben zählen. Berechnung des Milbenfalls pro Tag = Gesamtzahl Milben / Tage
Beispiel: 20 Milben / 5 Tage = 4 Milben / Tag

  • Befallsgrad des Volkes / Schadschwelle und deren Bedeutung
  • Befallsgrad im Juli: 
  • weniger als  5 Milben / Keine unmittelbare Gefahr /  nach Trachtende behandeln.
  • mehr wie 5 – 10 Milben / Kritisch / Völker beobachen / nach Trachtende schnellstens behandeln.
  • mehr wie 10 Milben / sehr kritisch / Behandlung dringend erforderlich / lieber auf eine weitere Tracht verzichten um das Volk zu retten.
  • mehr wie 30 Milben / Schadschwelle ist überschritten, das Volk ist nicht mehr zu retten.
  • Befallsgrad im November:
  • mehr wie 1 Milbe / Winterbehandlung auf jeden Fall erforderlich

Gesamt-Milbenzahl im Volk
Pro am Tag gefallener Milbe kann mit 300 Milben im Volk gerechnet werden.
z.B. natürlicher Milbenfall pro Tag 10 Milben:   10 Milben x 300 = 3.000 Milben im Volk.
Nach einer Behandlung, erhöhter Milbenfall bis zu 2-3 Wochen. Daran kann die Wirkung gemessen werden. Es fallen hunderte von Milben.

Varroa-Bekämpfungsmöglichkeiten Übersicht:

  • 1. organische Säuren: zB. Ameisensäure, Oxalsäure, Milchsäure
  • 2. Ätherische Öle: Tymolbasis, Menthol, Kampfer, Eukalyptusöl
  • 3. syntetische Behandlungsmittel: Amitratz, Flumethrin, Coumaphos
  • 4. "mechanische Bekämpfung: Drohnenrahmen schneiden, totale Brutentnahme, teilen und behandeln, Bannwabe
  • Die verschiedenen Methoden werden auch kombiniert.

Hier einige Links:

Das Thema Varroa ist unerschöpflich und kann hier nicht umfassend behandelt werden.
Im Internet gibt es eine unendliche Menge an Hilfen.
Handhabung mit Varroamitteln nur mit Anwenderschutz !!!

"Varroaproblem" in der Beute und hinter der Beute?
Die Varroamilbe ist eine der Hauptursachen für die hohen Völkerverluste. Die Milbe schädigt die Brut und überträgt dabei Viren. (zB das Flügeldeformationsvirus) Die Völker werden geschwächt und überleben den Winter nicht. Die Behandlung ist die Grundlage für vitale Völker der kommenden Saison. Wir Imker sind hier gezwungen zu handeln, um die Verluste an Völkern zu reduzieren.

  • Hier ein paar allgemeine Grundregeln der Varroabekämpfung (Mittel unabhängig)
  • 1. Sich über Behandlungskonzepte und Behandlungsmethoden informieren.
  • 2. Varroabefall kontrollieren und dokumentieren.
  • 3. Varroa konsequent behandeln und somit Völkerverluste minimieren.
  • 4. Behandlungserfolg oder auch Misserfolg kontrollieren und dokumentieren.
  • 5. Bei Misserfolg sein Handeln reflektieren, hinterfragen und ändern. Je nach Zeitpunkt noch eine Notbehandung durchführen.
  • 6. Schulungen und Austausch in den Vereinen nutzen.

weitere Infos folgen

"Unser Bienenchef Andreas fuhr meilenweit landauf ,landab, unermüdlich und mit einer Ausdauer" um die Trachtsituation abzuschätzen. Laut seiner Einschätzung wird wohl keine nennenswerte Tracht mehr reinkommen. Somit kann abgeschleudert werden. Weitere Info siehe Bienenupdate 11. Am Freitag ist Grundkurs um 18:30 für die Neuimker und anschliessend ab 19:30h Monatsbetrachtungen für Alle. Da wird dies bestimmt noch thematisiert.

 

Praxistip: Futtermenge im Volk erfassen

    • 1. Erfahrene Imker heben die Beute hinten hoch und die Sache ist klar.
    • 2. "weniger erfahrene Imker" wiegen mit der Kofferwaage die Bienenbeute vorne und hinten und rechnen Gesamtgewicht - Gewicht der Beute = Futtergewicht.
    • Mit der kleinen Exceldatei zum Download geht das Rechnen einfacher.
    • Bienen-Futterrechner
    • Bitte entsprechend die Daten in der Exceldatei anpassen.