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Es geht dagegen ...

Die Varroabehandlungen sind schon längst abgeschlossen. Bei den niederen Temperaturen wirkt die AS nicht mehr. 2-3 Wochen nach der letzten Behandlung sollte eine Varroa-Kontrolle mit dem Schieber für 3-5 Tage durchgeführt und dokumentiert werden. Gegen Ende September Anfang Oktober sollte auch die Auffütterung mit ca 15-18 kg Futtervorat abgeschlossen sein. Wenn es kälter wird nehmen die Bienen kein Futter mehr an. Umweiseln der Völker bei schönem Wetter wenn nötig durchführen. In der Abschlusskontrolle sollte auf Futtervorrat und Weiselrichtigkeit kontrolliert werden. Ansonsten ab Anfang Oktober, ohne trifftigen Grund, keine Eingriffe mehr in die Völker.

Falls der Varroabefall nach der Varroa-Kontrolle zu hoch ist, kann man noch eine Notbehandlung mit zB. Varroamed durchführen. Die Jungimker sollten in diesem Fall Rat im Imkerverein einholen.

  • Grenzwerte natürlicher Milbenfall
  • Ende Mai maximal 3 Milben pro Tag
  • Bei 10 Milben oder mehr pro Tag, und dies während der ganzen Bienensaison, (10= ca. 2000 Milben im Volk) ist umgehend zu behandeln
  • Oktober/November maximal 1 Milbe pro Tag (1 = ca. 500 Milben im Volk)
  • 21 Tage nach der Winterbehandlung maximal ½ Milbe pro Tag

Am Fr. den 20. September 2019 findet das 9. Filme für die Erde Festival statt. An diesem Tag werden die besten Nachhaltigkeitsfilme des Jahres – in 20 Städten in der Schweiz, in Deutschland und in Liechtenstein gezeigt. Der Eintritt ist kostenlos (freiwillige Kollekte, mit Ausnahme des Lunchkinos). Veranstalter ist: " Filme für die Erde e.V. "

Auch in Radolfzell im Zunfthaus Kaufhausstrasse 3 gibt es einen Veranstaltungsort. Weitere Infos hier: https://filmsfortheearth.org/de/festival . Um 16.00 Uhr zeigt «Honeyland», wie eine der letzten Wildbienenimkerinnen versucht, das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu schützen. Auch unser Imkerverein wird mit einer kleinen Ausstellung präsent sein. Ansprechpartner ist unser 2.Vorstand Werner B. Recht herzliche Einladung an alle Bienenfreunde.

Spätsommerpflege mit Blick in den Herbst

1.September Beginn des meteorologischen Herbstes.

Die Tage werden spürbar kürzer, und die Temperaturen sinken nachts oft unter 15 Grad. Durch das bedachte Füttern der Völker, haben sich starke Völker mit vielen Winterbienen entwickelt. Das schöne Sommerwetter der letzten Tage, war für die zweite Varroabehandlung ideal und auch von Erfolg gekrönt. Durch meine Aufzeichnungen in den Stockkarten, kann ich Völker mit schlechten Eigenschaften erkennen. Diese Völker habe ich zur Umweiselung schon vorbereitet und die neuen Königinnen sind schon per Post unterwegs. Der Zeitunkt zum Umweiseln ist jetzt im September günstig, da keine Drohnen mehr vorhanden sind. Völker mit guten Eigenschaften und mit Königinnen aus dem Vorjahr müssen nicht umgeweiselt werden. Die Ableger als Reserve für eventuelle Winterverluste, haben sich auch bestens entwickelt.

Checkliste für den Spätsommer und den Herbst:

  • letzte Möglichkeit der Varroabehandlung mit AS unbedingt nutzen.
  • Nach der letzten Varroabehandlung kann das Flugloch mit den entsprechenden Fluglochkeilen auf ca 10 - 12 cm eingeengt werden.
  • Bodenschieber raus
  • Varroakontrolle ca 2-3 Wochen nach der letzten Behandlung durchführen.
  • Eine hohe Varroalast Ende September bzw Anfang Oktober, erfordert eine Notbehandlung des Volkes. Habe letzten Herbst gute Erfahrung bei der Behandlung mit Varroa-Med bei niedrigen Aussentemperaturen gemacht.
  • Futtervorrat in den Völkern langsam erhöhen. (10-12 Kg) und die Futterkontrolle nicht vergessen.
  • Die Völker nutzen noch weiterhin den September für das Erbrüten von Winterbienen, darum mit Augenmaß füttern. Eventuell kommt noch eine Senftracht in die Völker.
  • Infos zum Füttern in den verschiedenen Beiträgen beachten.
  • Die Auffütterung (16-18 Kg) sollte bis Ende September / Anfang Oktober abgeschlossen sein, denn bei zu kalter Witterung nehmen die Völker kein Futter mehr ab.
  • Durch die Aufütterung bis Anfang Oktober wird die Königin weitgehenst aus der Brut gedrückt, sodass bei einem "warmen goldenen Oktober" der Platz für das Brutnest sehr begrenzt wird. Damit wird auch die Varroentwicklung stark eingeschränkt.
  • Wenn nötig umweiseln, der Herbst ist der ideale Zeitpunkt.
  • Wintersitz sollte jetzt schon eingerichtet sein (bei Dadant erweitert auf 10 max. 11 Waben, bei Zander / DN auf 2 Bruträume eingeengt)
  • Mittelwände werden von den Bienen irgendwann nicht mehr ausgebaut, dann wäre es gut wenn fertig ausgebaute Waben vorrätig sind. Manche Imker nutzen den ausgebauten Drohnenrahmen als Futterwabe im Volk.

Bienen füttern: So vermeidet man typische Fehler

Bienen füttern – wann, wie viel und in welcher Form? Das Einfüttern der Bienen im Spätsommer wirft viele Fragen auf: Warum sollten Imker ihre Bienen schon früh im Jahr füttern? Was ist das optimale Futter? Ist ein später Honigeintrag schlecht für die Überwinterung? Wie viel sollte man füttern? Und welche Fehler machen Imker beim Bienen füttern? Antworten gibt Dr. Jens Radtke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf. weiterlesen im Bienenjournal

Sommerpflege

Anstehende Arbeiten im August

  • Jetzt werden die Weichen für das überleben der Völker im Winter gestellt.
  • Erste Varroabehandlung läuft noch bzw. wurde schon abgeschlossen.
  • Nach ca 2-3 Wochen nochmals Varroakontrolle durchführen um den Befallsgrad zu ermitteln (3 Tage Bodenschieber/ölgetränkte Windel einlegen) Es gibt immer wieder Ausreisser am Bienenstand mit erhöhter Varroalast.
  • Nicht vergessen! Bodenschieber nach der Behandlung und der Kontrolle wieder entfernen.
  • Zweite Varroabehandlung Ende August durchführen sh. auch unter Imkerpraxis / Varroa & Co / Varroabehandlungskonzept BW.
  • Räuberei vermeiden durch sauberes Arbeiten am Stand. Alles was nach Honig riecht – ein offenes Bienenvolk - der Sonnenwachsschmelzer - eine vergessene Wabe oder verschüttetes Futter, führt sehr schnell zu Räuberei. Am besten erst abends, nach der Einstellung des Bienenfluges füttern und verschüttetes Futter schnell abwaschen.
  • langsam Füttern damit nicht alle Brutwaben vollgetragen werden. Ein langsamer stetiger Futterstrom fördert die Bruttätigkeit. Eventuell mit Futterteig füttern, da dieser die Futteraufnahme verlangsamt, jedoch für die Bienen wie ein stetiger Futterstrom wirkt.
  • Mittelwände werden zur Wabenerneuerung noch willig ausgebaut.
  • Die Aufzucht der Winterbienen läuft, die Völker pflegen umfangreiche Brutflächen. Entsprechend hoch ist jetzt der Bedarf an Pollen und Futter. Die nun erbrüteten langlebigen Winterbienen ermöglichen erst die Überwinterung des Bienenvolkes.
  • Der Baurahmen kann entfernt werden, sobald sich keine Brut mehr darauf befindet. Bei Dadant kann er zum umtragen des Futters hinter das Schied. Manche überwintern auch mit dem Baurahmen.

Auch schon ans umweiseln denken

  • Durch meine Aufzeichnungen in der Stockkarte können potentielle Völker zur Umweiselung erkannt werden.
  • Wenn ein Volk gewissen Kriterien nicht entspricht, sollte im Herbst umgeweiselt werden.
  • Umweislung gelingt am besten im Herbst, da keine Drohnen mehr im Volk vorhanden sind.

Zum Thema umweiseln siehe auch Bienenupdate Nr 16 von 2018 bienenupdate-nr-16-umweiseln-wer-warum-wie-wann/

Keine üppige Frühtrachternte 2019

aktuelle Zahlen zur Frühtrachtumfrage

Das Frühjahr 2019 liefert den Imkern deutschlandweit keine gute Bilanz bei der Honigernte. Das Ergebnis: Nur rund zehn Kilogramm je Bienenvolk im Schnitt aller Imkereien. Nimmt man die heraus, die überhaupt keinen Honig ernten konnten, sind es etwa 15 Kilogramm. weiterlesen im bienenjournal