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Wachspetition in nächster Runde

Der Petitionsausschuss des Bundestages hat beschlossen, die „Wachspetition“ von Imker Markus Gann an das Bundeslandwirtschaftsministerium zu überweisen. Gann hatte die Petition bereits 2017 eingereicht. Er war von Mittelwänden betroffen, die mit Stearin verfälscht worden waren. hier weiterlesen: wachspetition

Beobachtungen am Bienenstand im Oktober

Es gab und gibt noch ein paar Tage "goldenen Oktober" hier am Bodensee. Mancher Orts gab es noch Tracht für den Wintervorrat durch üppige Senffelder, welche auch bei dem schönen Flugwetter durch die Bienen genutzt wurde. Bei warmen Wetter ist noch sehr starker Bienenflug zu beobachten. Ansonsten musste etwas stärker als letztes Jahr eingefüttert werden. Die Varroabelastung hält sich wohl dieses Jahr in Grenzen. Weiterhin werden noch größere Brutflächen gepflegt. Die Völker haben sich bisher sehr stark entwickelt, sodaß viele Winterbienen vorhanden sind. Völker die in der Fütterungsphase sehr angriffslustig waren, sind wieder friedlicher geworden.

  • Wie ist der Stand am Stand ? Was ist noch zu tun ?
  • Wichtig ist, mit dem Bodenschieber nochmals für 3 Tage eine Varroa-Kontrolle durchführen, um den Befallsgrad zu ermitteln. Es kann doch immer wieder Ausreißer geben.
  • Eine Notbehandlung bei zu hoher Milbenbelastung mit Varroamed wäre noch möglich und sinnvoll.
  • Nach der Varroa-Kontrolle den Bodenschieber wieder entfernen.
  • Wenn noch nicht erfolgt, letzte Kontrolle bei warmen Wetter von oben, ohne die Waben zu ziehen, durchführen. Dabei kann starke Unruhe und Brausen auf eine fehlende Königin hinweisen.
  • Bei Verdacht auf Weisellosigkeit muss das Volk genauer untersucht werden. Durch vereinigen mit einem Ableger mit Ersatzkönigin, kann das Volk noch gerettet werden.
  • Die Beutendeckel sollten gut wärmeisolierend sein.
  • Die Außendeckel mit Steinen oder Spanngurten vor den Herbststürmen gut sichern, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
  • Das Füttern sollte eigentlich seit Anfang Oktober beendet sein.
  • Zu leichte Völker nachfüttern ( 14 - 18Kg Wintervorrat )
  • Futtervorrat durch wiegen feststellen und dokumentieren und alle 4 Wochen erneut kontrollieren.
  • weitere hilfreiche Infos siehe: bienenjournal.de/imkerpraxis/monatshinweise
  • Die Völker am besten nicht mehr ohne trifftigen Grund öffnen. Nur noch zur einmaligen Winterbehandlung im Dezember werden die Völker geöffnet.

Ehrung für Peter Maske

Der frühere Präsident des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.), Peter Maske, wurde von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit der Professor-Niklas-Medaille in Gold ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um die höchste Ehrung des Ministeriums. Diese wird für herausragendes Engagement für Landwirtschaft und Ernährung vergeben. hier weiterlesen im: bienenjournal.de/news/meldungen/peter-maske/

Torsten Ellmann wurde auf dem Deutschen Imkertag in Konstanz zum neuen Präsidenten des gewählt.

Torsten Ellmann wurde auf dem Deutschen Imkertag in Konstanz zum neuen Präsidenten des D.I.B gewählt.

Es geht dagegen ...

Die Varroabehandlungen sind schon längst abgeschlossen. Bei niederen Temperaturen wirkt die AS nicht mehr. 2-3 Wochen nach der letzten Behandlung eine Varroa-Kontrolle mit dem Schieber für 3-5 Tage durchführen und dokumentieren. Es ist wichtig den Befallsgrad der Völker zu kennen. Falls der Varroabefall nach der Varroa-Kontrolle zu hoch ist, besteht noch die Möglichkeit eine Notbehandlung zB. mit Varroamed durchzuführen. Die Jungimker sollten in diesem Fall Rat in ihrem Imkerverein einholen.

  • Grenzwerte natürlicher Milbenfall
  • Ende Mai maximal 3 Milben pro Tag
  • Bei 10 Milben oder mehr pro Tag, und dies während der ganzen Bienensaison, (10= ca. 2000 Milben im Volk) ist umgehend zu behandeln
  • Oktober/November maximal 1 Milbe pro Tag (1 = ca. 500 Milben im Volk)
  • 21 Tage nach der Winterbehandlung maximal ½ Milbe pro Tag

Gegen Ende September Anfang Oktober sollte auch die Auffütterung auf ca. 15-18 kg Futtervorat abgeschlossen sein. Bei kälterer Witterung nehmen die Bienen kein Futter mehr an. Wenn nötig die betreffenden Völker bei schönem Wetter noch umweiseln. In der Abschlusskontrolle auf Futtervorrat und Weiselrichtigkeit kontrollieren. Zu schwache Völker, wenn möglich, mit anderen Völkern vereinigen. Ansonsten ab Anfang Oktober, ohne trifftigen Grund, keine Eingriffe mehr in die Völker.

Am Fr. den 20. September 2019 findet das 9. Filme für die Erde Festival statt. An diesem Tag werden die besten Nachhaltigkeitsfilme des Jahres – in 20 Städten in der Schweiz, in Deutschland und in Liechtenstein gezeigt. Der Eintritt ist kostenlos (freiwillige Kollekte, mit Ausnahme des Lunchkinos). Veranstalter ist: " Filme für die Erde e.V. "

Auch in Radolfzell im Zunfthaus Kaufhausstrasse 3 gibt es einen Veranstaltungsort. Weitere Infos hier: https://filmsfortheearth.org/de/festival . Um 16.00 Uhr zeigt «Honeyland», wie eine der letzten Wildbienenimkerinnen versucht, das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu schützen. Auch unser Imkerverein wird mit einer kleinen Ausstellung präsent sein. Ansprechpartner ist unser 2.Vorstand Werner B. Recht herzliche Einladung an alle Bienenfreunde.

Spätsommerpflege mit Blick in den Herbst

1.September Beginn des meteorologischen Herbstes.

Die Tage werden spürbar kürzer, und die Temperaturen sinken nachts oft unter 15 Grad. Durch das bedachte Füttern der Völker, haben sich starke Völker mit vielen Winterbienen entwickelt. Das schöne Sommerwetter der letzten Tage, war für die zweite Varroabehandlung ideal und auch von Erfolg gekrönt. Durch meine Aufzeichnungen in den Stockkarten, kann ich Völker mit schlechten Eigenschaften erkennen. Diese Völker habe ich zur Umweiselung schon vorbereitet und die neuen Königinnen sind schon per Post unterwegs. Der Zeitunkt zum Umweiseln ist jetzt im September günstig, da keine Drohnen mehr vorhanden sind. Völker mit guten Eigenschaften und mit Königinnen aus dem Vorjahr müssen nicht umgeweiselt werden. Die Ableger als Reserve für eventuelle Winterverluste, haben sich auch bestens entwickelt.

Checkliste für den Spätsommer und den Herbst:

  • letzte Möglichkeit der Varroabehandlung mit AS unbedingt nutzen.
  • Nach der letzten Varroabehandlung kann das Flugloch mit den entsprechenden Fluglochkeilen auf ca 10 - 12 cm eingeengt werden.
  • Bodenschieber raus
  • Varroakontrolle ca 2-3 Wochen nach der letzten Behandlung durchführen.
  • Eine hohe Varroalast Ende September bzw Anfang Oktober, erfordert eine Notbehandlung des Volkes. Habe letzten Herbst gute Erfahrung bei der Behandlung mit Varroa-Med bei niedrigen Aussentemperaturen gemacht.
  • Futtervorrat in den Völkern langsam erhöhen. (10-12 Kg) und die Futterkontrolle nicht vergessen.
  • Die Völker nutzen noch weiterhin den September für das Erbrüten von Winterbienen, darum mit Augenmaß füttern. Eventuell kommt noch eine Senftracht in die Völker.
  • Infos zum Füttern in den verschiedenen Beiträgen beachten.
  • Die Auffütterung (16-18 Kg) sollte bis Ende September / Anfang Oktober abgeschlossen sein, denn bei zu kalter Witterung nehmen die Völker kein Futter mehr ab.
  • Durch die Aufütterung bis Anfang Oktober wird die Königin weitgehenst aus der Brut gedrückt, sodass bei einem "warmen goldenen Oktober" der Platz für das Brutnest sehr begrenzt wird. Damit wird auch die Varroentwicklung stark eingeschränkt.
  • Wenn nötig umweiseln, der Herbst ist der ideale Zeitpunkt.
  • Wintersitz sollte jetzt schon eingerichtet sein (bei Dadant erweitert auf 10 max. 11 Waben, bei Zander / DN auf 2 Bruträume eingeengt)
  • Mittelwände werden von den Bienen irgendwann nicht mehr ausgebaut, dann wäre es gut wenn fertig ausgebaute Waben vorrätig sind. Manche Imker nutzen den ausgebauten Drohnenrahmen als Futterwabe im Volk.